Bericht über den Jubiläumsanlass vom 21. und 22. August 2010

Unser Verein wurde dieses Jahr 15 Jahre alt, aus diesem Grunde wurde an der MV
beschlossen einen 2-tägigen Anlass durchzuführen. Da wir ins Grimselgebiet fuhren, fand
der Anlass ausnahmsweise schon im August statt. 14 ehemalige Beobachter und 12
Angehörige wollten sich das Wochenende in den Bergen nicht entgehen lassen.

Wir trafen uns beim Parkplatz Gerstenegg wo wir durch die beiden Führer der KWO
begrüsst wurden. Mit einem Kleinbus fuhren wir durch den 3km langen Stollen zum
Kraftwerk Grimsel 2 wo wir in die Geheimnisse der Stromgewinnung aus Wasser
eingeweiht wurden. Nach knapp 2 Stunden interessanten Informationen, besichtigten wir
noch die sehr eindrückliche Kristallgrotte, sie wurde beim Bau des Zugangsstollens zum
Kraftwerk entdeckt und so belassen.

Wieder am Tageslicht ging es nach einem kurzen Fussmarsch in die Räterichsboden-
Staumauer, auch hier erhielten wir sehr lehrreiche Informationen zum Bau und Unterhalt
von Staumauern. Die Räterichsboden-Staumauer ist eine Gewichtsstaumauer, hat eine
Höhe von 94m und eine Kronenlänge von 456m, das Stauvolumen beträgt 27 Mio. m3.
Der Heimiswiler Künstler Pierre Mettraux hat, mit Helfern, in den Jahren 2007/08 das
weltgrösste Bild, mit dem Titel „Melisande“ an diese Staumauer gemalt und dafür 12
Tonnen umweltfreundliche Farbe verwendet.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir das Hotel Grimsel Hospiz, wo wir im Felsenkeller
einen Apéro genossen. Das Hotel wurde umgebaut und erst im Juni wieder eröffnet, wir
waren begeistert von der schlichten Schönheit der Zimmer, der Architekt Andrin Schweizer
hat mit Liebe zum Detail jedes Zimmer individuell gestaltet.

Vom feinen Nachtessen und den anschliessenden Drinks an der Bar wurden alle mal
müde und gingen in die schönen Zimmer schlafen.

Beim ausgiebigen Frühstück wurde beraten, wie der angebrochene, wunderschöne Tag
begangen werden sollte. Eine Mehrheit war für eine Fahrt zum Berghaus Oberaar und
einer anschliessenden Wanderung zum Oberaargletscher und zurück.

Nach dem Frühstück verabschiedeten sich einige, die Anderen fuhren wie abgemacht zum
Ausgangspunkt der Wanderung. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir den Gletscher, der in
den letzten Jahren auch kontinuierlich an Länge verloren hat.

Wieder zurück im Berghaus gab es für die durstigen und hungrigen Wanderer eine kleine
Zwischenverpflegung, bevor wir dann die Heimreise antraten.

Es war ein gelungenes Wochenende im Grimselgebiet und ich möchte mich bei allen
Teilnehmenden bedanken.

Beat Haenni